Netzgärtner Kurt

Archiv 09.2008

Archiv meiner Lese-Empfehlungen
 Letzte Aktualisierung dieser Seite am: 30.09.2008 - 22:35 h


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  Archiv für den Monat September 2008

Der Bodensatz vom 13.-30. September 2008 aus Netzgaertners - FeedReader

 

 



Ausgewählte RSS-Feed-Anreißer


Der erste Artikel - Bild - trägt eine etwas gewagte Überschrift.
Allerdings haben sich die Macher der Bild-Zeitung diese Überschrift auch redlich verdient,
wenn ich mir den nachfolgenden, im Volke kursierenden, Witz noch einmal zu Gemüte
führe:

Otto kommt in den Himmel.
Petrus führt den Neuankömmling herum und zeigt ihm auch den wunderschönen Sternenhimmel.
Plötzlich erlischt einer der hellen Sterne und Otto fragt seinen Begleiter, warum denn der Stern
gerade erloschen sei?
Petrus antwortet etwas betrübt, daß da wohl wieder ein Mensch auf der Erde gelogen habe
und für jede Lüge erlösche ein Stern für diese Nacht.

Hin und wieder erlischt der eine oder andere Stern, aber plötzlich verlieren die Hälfte
der Sterne ihre Helligkeit und glimmen nur noch.
Otto fragt besorgt, was da denn nun wieder los sei?
Petrus antwortet noch ein wenig betrübter, daß soeben die Bildzeitung erschienen sei und
daß für jede Lüge, die von den Lesern geglaubt wird, jeweils auch ein Stern einen großen Teil
seiner Helligkeit einbüßt; da müssen wohl viele Menschen auf die Texte hereingefallen sein.
Plötzlich aber erlischt fast alles Leuchten am Himmel und Otto fragt entsetzt, was das denn
nun wieder zu bedeuten habe?
"Jaa", sagt Petrus mit Tränen in den Augen, "soeben ist der G8-Gipfel eröffnet worden
und der deutsche Bundeskanzler hat dort gerade seine Rede begonnen . . ."



Sensation: BILD lügt nicht!

via NachDenkSeiten - Die kritische Website von Albrecht Müller am 17.09.08

Das Umlageverfahren sei die sicherste Altersvorsorge, stellt BILD heute auf Seite 2 fest. Also wird Norbert Blüms Feststellung “Die Rente ist sicher” selbst von BILD bestätigt und die NachDenkSeiten, die seit Jahren auf diesen Fakt aufmerksam machen, im Übrigen auch. Dass das Ganze erst unter dem Eindruck einer weltweiten Finanzkrise zugegeben wird, ist bemerkenswert. Albrecht [...]


 

Die Bcuhstaenrehenifloge in eneim Wort ist eagl
via richtig gestellt / bissig bemerkt von Gilbert am 14.09.08
Ncah eniir nueen Sutide, die uetnr aerdnem von der Cmabirdge Uinertvisy dührruchgeft wroden sien slol, ist es eagl, in wlejcer Rehenifloge Bcuhstbaen in eneim Wrot sethen, Huaptschae der esrte und Itzete Bcuhstbae snid an der rhcitgien Setlle. Die rsetclhien Bshcuteban kenönn ttoal druchenianedr sien, und man knan es tortzedm onhe Poreblme Iseen, wiel das mneschilhce Gherin [...]
 


Groß- und Kleinschreibung

via Magerfettstufe von Nils am 16.09.08
Da ich gerade in letzter Zeit mit einer Person eMails austausche, bei der offensichtlich die “Großstelltaste” defekt ist, hier noch einmal eine Erklärung, warum es so sinnvoll (und geradezu wichtig) ist, im Schriftverkehr (oder beim Bloggen) die Shift-Taste zu benutzen. Es kann nämlich, wie man an den folgenden Beispielen schön sehen kann, schnell zu Verständigungsschwierigkeiten kommen:

Die Spinnen.
Die spinnen.

Er hat liebe Genossen.
Er hat Liebe genossen.

Wäre er doch nur Dichter!
Wäre er doch nur dichter!

Sich brüsten und anderem zuwenden.
Sich Brüsten und anderem zuwenden.

Die nackte Sucht zu quälen.
Die Nackte sucht zu quälen.

Der gefangene Floh.
Der Gefangene floh.

Außerdem gibt es noch einige Beispiele, die ich hier nicht aufführe, da sie die pikanter Natur sind, wenn man die Hochstelltaste nicht benutzt. Also: Es lebe die gemischte Groß- und Kleinschreibung! Die Umschalttaste ist nicht umsonst da. (Ist ja fast so, wie bei den Idioten, die nicht wissen, wozu sie einen Blinker im Wagen haben…)


via Telepolis Newsfeed von tpred(at)heise(dot)de (Matthias Gräbner) am 16.09.08

Dass wir ein Geschenk im Alter nicht mehr mit der gleichen Begeisterung wie in der Jugend auspacken, hat eine simple Ursache: je älter wir werden, desto weniger können wir uns freuen


 
 

via Readers Edition von Michael Maier am 11.09.08

Macht uns das Internet dümmer? Zerstört es unsere Kultur? Werden die Jungen zu willenlosen Idioten, weil sie im Netz surfen? Drängende Fragen, wenn man so manche Schlagzeile in Deutschland liest.

Ich glaube das alles nicht, im Gegenteil: Ich bin davon überzeugt, dass das Internet kreative Kräfte freisetzt, deren Bedeutung man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Es verändert in rasanter Weise unser Denken und unsere Gesellschaft. Für die, die sich im Internet tummeln, ist das keine überraschende Neuigkeit.

Aber für die, die das Internet nur vom Hörensagen kennen - und die zitierten Schlagzeilen der vergangenen Wochen zeigen, dass es nicht die Analphabeten sind! - für all die mag das eine verblüffende Information sein. In der Recherche zu meinem Buch “Die ersten Tage der Zukunft” haben wir mit meinem Redaktionsteam mit vielen, vielen Leuten in Deutschland gesprochen. Sie alle sind in irgendeiner Weise im Netz tätig - und wir haben geradezu eine Gegengesellschaft kennen gelernt: Offen, mutig, ironisch, selbstbewusst, solidarisch - wie das Internet eben so ist.

Deshalb wollen wir bei Readers Edition in den kommenden Wochen einen Schwerpunkt auf dieses andere Deutschland legen.

Wir wollen einzelne Gesprächspartner noch einmal zu Wort kommen lassen - und laden auch alle unsere treuen Leser/Schreiber ein, sich an der Diskussion zu beteiligen. Schildern Sie uns, wo das Internet Sie verändert hat, wo sie mit dem Internet Veränderung bewirkt haben. Wo Sie auf Widerstand gestoßen sind. Auf Unverständnis. Oder aber auf geniale Programmierer, intelligente Blogger oder kreative Denkerinnen, die mit ihrem Wissen über das Internet begonnen haben, das Land zu verändern.

Ich glaube, dass diese Form der Öffentlichkeit notwendig ist. Es muss einen Diskurs geben, der das Internet in diesem Land endlich von der ständigen Denunziation befreit, es sei nicht anderes als ein gewaltiger “Pornogewaltverdummungsabzockerkanal”. Diese ewig gleiche Leier, die einem entgegenschlägt, wenn es um das Internet geht, kann auch für Deutschland nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Ich freue mich auf möglichst viele Beiträge aus dem reichen Fundus der “Weisheit der Vielen”!

 

 



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